Nachdem es den ganzen Tag mit über 30knt gestürmt hat ließ der Wind gegenAbend ein wenig nach und es schien als ob die nächste Front auf sich warten ließe. Wir entschlossen uns das Zeitfenster zu nutzen und wenigstens ein mal am Tag aufs Wasser zu kommen.
Wir kreuzten eine viertel Stunde im gleißenden Abendlicht gegen an, mit einem Auge immer den Horizont im Blick. Dann entschlossen wir uns den Heimweg anzutreten, denn die Wolkenformation vor uns entwickelte sich immer prächtiger. Die Stimmung war einmalig- riesen Wellen (4 Meter und meeeehr), tolles Licht und 20 Knt. Wind.
Geschafft: - Abgefallen, Genaker gesetzt, Fußschlaufe gefunden, Trapez abgeseilt und sicheren Stand gefunden- alles auf einer Welle!Wauhhhhauh sind wir schnell, volle Konzentration…. Atmen nicht vergessen.So ging das eine ganze weile gut und wir hatten jede Menge Spaß.Doch eine Welle war so hoch und steil das wir einen „Stecker“ fuhren, d.h. der Bug bohrte sich tief in die voraus gehende Welle, das Boot wurde abrupt gebremst und der Druck in den Segeln nahm zu. Wir machten einen gepflegten Abgang und das Boot eine Rolle vorwärts (ähnlich wie wenn man bei einer hohen Geschwindigkeit auf dem Fahrrad nur die Forderbremse zieht).Unser 49er kenterte durch. Die nächste Große Welle erfasste das Boot hob es und wir hörten nur noch einen dumpfen knall.
Wir hatten eine Ahnung und hofften dennoch das Beste. Leider stellte sich her raus dass der Mast im oberen drittel gebrochen war.Wir richteten das Boot auf, segelten in den Hafen und da ereilte uns pünktlich die Front.
Anschließend machten wir uns an die Bestandsaufnahme.Die Segel bleiben zum Glück heil und es beschränkte sich auf den gebrochenen Mast. Dieser ist neu bestellt und kommt per Express bis Ende nächster Woche nach Puorto Sherry, pünktlich zur Regatta.





